Hilfe bei Sexueller Belästigung
Sexuelle Belästigung umfasst jedes unerwünschte, sexuell bestimmte Verhalten – dazu gehören anzügliche Bemerkungen, körperliche Berührungen, das Zeigen von Bildern mit sexuellem Inhalt und Aufforderungen zu sexuellen Handlungen –, das Ihre persönlichen Grenzen verletzt und die Würde beeinträchtigt. Solche Handlungen sind nie einvernehmlich und können zu einem feindlichen Umfeld und Vertrauensverlust führen. Besonders problematisch ist sexuelle Belästigung, wenn Abhängigkeitsverhältnisse ausgenutzt werden, etwa zwischen Lehrenden und Studierenden.
Die Universität Freiburg duldet keinerlei sexuelle Belästigung oder sexistische Beleidigungen – die Regeln zum Schutz der Integrität gelten für alle. Ein wertschätzender, respektvoller Umgang ist die Basis eines sicheren und professionellen Lern- und Arbeitsumfelds. Die persönlichen Grenzen stehen immer im Vordergrund! Wenn Sie betroffen sind, holen Sie sich Unterstützung – Sie sind nicht allein.
Welche Auswirkungen hat Sexuelle Belästigung?
Sexuelle Belästigung, Stalking sowie digitale Gewalt können für die Betroffenen erhebliche Folgen haben. Sowohl das körperliche als auch das psychische Wohlbefinden und das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung können dauerhaft beeinträchtigt werden. Dies kann sich negativ auf die Leistungsfähigkeit und das Engagement im Studium, Beruf oder Privatleben auswirken. Es ist deshalb besonders wichtig, dass betroffene Personen ihre Empfindungen und Wahrnehmungen ernst nehmen und aktiv versuchen, eigene Grenzen zu schützen und zu setzen.
Was können Sie tun?
- Gegenwehr: Klare Grenzen setzen und deutlich sagen, dass das Verhalten unerwünscht ist, z. B. durch Sätze wie „Stopp!“, „Nein, das will ich nicht!“. Sinnvoll ist es auch, das verbal unter Zeugen, per E-Mail oder Einschreiben mitzuteilen. Endet das Verhalten nicht, sollte eine Beratungsstelle aufgesucht werden.
- Vorfälle dokumentieren: Zeit, Ort, beteiligte Personen, Beschreibung des Vorfalls sowie mögliche Zeugen genau festhalten. Bei digitaler Gewalt Nachrichten und Screenshots speichern. Hierfür eignet sich beispielsweise die App „NO STALK“.
- Strafanzeige: Es wird empfohlen, bei Stalking, sexueller oder digitaler Gewalt immer eine Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten; dies ist auch anonym oder nach Beratung möglich.
